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Diese Website hilft dabei Schulklassen für Wechselunterricht in gleich große Gruppen einzuteilen, so dass möglichst wenige Freundschaften und Kontakte getrennt werden.

Schritt-für-Schritt-Erklärung

  1. 1. Schüler nummerieren

    Die Schüler werden mit 1, 2, 3,... durchnummeriert.
  2. 2. Kontaktlisten erstellen

    Die Schüler schreiben die Nummern der Mitschüler auf, mit welchen sie auch außerhalb der Schule Kontakt haben (Vordruck zum Download).
  3. 3. Daten eingeben

    Das Schulpersonal gibt die Anzahl der Schüler, die gewünschte Anzahl der Gruppen sowie die Kontaktlisten in die Felder auf dieser Website ein.

Das Ergebnis ist ein Vorschlag für eine Einteilung der Klasse, welche die Anzahl der Kontakte zwischen den Gruppen möglichst gering hält. Die Gruppen sind dabei in etwa gleich groß.

Fragen und Antworten

Worum geht es?

Die Anwendung teilt eine gegebene Klasse in mehrere Gruppen auf, die etwa gleich groß sind und zwischen denen möglichst wenige Kontakte laufen. Die Anzahl der Gruppen kann dabei eingestellt werden.

Was bringt das Ganze?

Wechselunterricht mit geteilten Klassen ist herausfordernd für alle. Daher sollte eine möglichst sinnvolle Aufteilung der Klasse gewählt werden. Aus sozialer Perspektive bedeutet dies, dass möglichst wenige Freundschaften geteilt werden sollten. So wird Akzeptanz und Wohlbefinden bei den Schülern gefördert.

Aus epidemiologischer Sicht wiederum, sollte die Anzahl der außerschulischen Kontakte zwischen den Gruppen möglichst klein gehalten werden. Der Sinn der Teilung ist ja eine Verkleinerung der Kontaktnetzwerke, da wäre es ungünstig, wenn sich die Schüler aus verschiedenen Gruppen nachmittags wieder in Vereinen oder zu Hause treffen. Das Virus würde so am Ende doch wieder in beide Gruppen gelangen.

Netzwerkforscher haben bereits genauer untersucht, wie groß der epidemiologische Effekt von Klassenteilungen generell ist, und wie sehr dieser durch möglichst optimale Teilungen nochmals gesteigert werden kann. Klar ist, der deutlich größte Effekt wird durch die Teilung an sich erzielt. Aber je mehr außerschulische Kontakte dabei verhindert werden, desto effektiver wird die Teilung.

Das Ziel dieser Anwendung ist es daher den Schulen dabei zu helfen eine möglichst gute Einteilung der Klassen zu erreichen.

Welche Daten werden benötigt?

Um die Klasse einzuteilen, werden Kontaktlisten der Schüler benötigt. Die Schüler werden dabei durch Nummern 1, 2, 3,... repräsentiert, zum Beispiel anhand der alphabetischen Klassenliste. Die Schüler schreiben die Nummern der Mitschüler auf, mit welchen sie auch außerhalb der Schule Kontakt haben — die Kontaktlisten. Die Reihenfolgen der Eingabe sind für das Ergebnis unwichtig. Selbst- und Mehrfachnennungen werden ignoriert.

Um das Eintragen der Kontaktlisten zu vereinfachen können auch diese Vordrucke verwendet werden.

Was genau sind Kontakte?

Die genaue Definition von einem Kontakt liegt im Ermessen des Schulpersonals. Ein Kontakt kann zum Beispiel bestehen, wenn sich zwei Schüler außerhalb der Schule treffen oder auch wenn sie einfach nur befreundet sind. Wichtig ist aber, dass sich alle Schüler im Klaren über die Definition sind, wenn sie ihre Kontaktlisten anlegen.

Muss man sich an das Ergebnis halten?

Nein. Beim Teilen von Klassen können noch viele andere Faktoren eine Rolle spielen, die nicht mit dem formalen Regelwerk eines Computers erfasst werden können (oder sollten). Die berechnete Gruppeneinteilung kann dabei helfen Übersicht zu schaffen, sollte aber nicht als unabänderliches Endergebnis hingenommen werden.

Was passiert im Hintergrund?

Der unterliegende Algorithmus basiert auf Fennel, einer Heuristik für Graph Partitioning. Um das Ergebnis zu verbessern, wird Fennel mehrfach mit zufällig gewählter Reihenfolge der Schüler ausgeführt. Daher ist die eingegebene Reihenfolge der Schüler auch unwichtig für das Gesamtergebnis. Es kann darüber hinaus dazu kommen, dass eine wiederholte Berechnung zu verschiedenen Ergebnissen führt. Wer sich den Code anschauen möchte oder mitarbeiten möchte, kann dies auf Github tun.

Wie gut ist die Aufteilung?

Die Anwendung berechnet unter den gegebenen Bedingungen (Schüleranzahl, Gruppenanzahl, Kontaktlisten) eine Einteilung, in der die Anzahl der Kontakte zwischen den Gruppen möglichst gering gehalten wird. Idealerweise wäre die Anzahl der Kontakte also kleinstmöglich. Allerdings ist für eine optimale Lösung dieses Problems (Graph Partitioning) derzeit kein effizienter Algorithmus bekannt. Daher können wir keine theoretischen Garantien für die Qualität unserer Lösung geben. In der Praxis sind unsere Ergebnisse allerdings fast immer äußerst nahe an den bestmöglichen Werten. Für optimale Lösungen und größere Klassen empfehlen wir professionelle Programme wie KaHIP.

Werden gegenseitige Kontakte doppelt gewichtet?

Nein. Die Anwendung geht davon aus, dass ein Kontakt zwischen zwei Schülern besteht, sobald mindestens einer der beiden angegeben hat den anderen zu sehen.

Wie wird das Projekt finanziert?

Wir zahlen die Serverkosten selber. Die Entwicklung der Website erfolgte in unserer Freizeit, die Anwendung ist frei nutzbar und wird es auch bleiben.

Wer steckt dahinter?
  • Richard Lang, Datenverarbeitung
  • Alexander Radtke, Dies & Das
  • Clemens Stolle, Webentwicklung
Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Die Auswertung findet lokal auf dem Rechner des Benutzers statt. Es werden keine personenbezogenen Daten versendet, gespeichert oder verbreitet.

Gibt es ähnliche Projekte?

Ja, sogar mehrere. Die verschiedenen Anwendungen unterscheiden sich jeweils in ihrer Nutzung und Funktionalität. Eine Übersicht dazu gibt es auf Lehrerfreund.de.

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